Merin ist Assistenzärztin im fünften Weiterbildungsjahr in einer großen Kardiologieabteilung, in der die Echokardiografie einen zentralen und alltäglichen Bestandteil ihrer Arbeit darstellt. Grundlegende Handgriffe konnte sie bereits umsetzen: Sie war in der Lage, grob die Pumpfunktion einzuschätzen und ein Bild auf dem Bildschirm zu erzeugen.
Die eigentliche Befundung und Beurteilung der Bilder bereitete ihr dagegen erhebliche Schwierigkeiten. Im klinischen Alltag fehlte schlicht die Zeit, ihr gezieltes Feedback zu geben oder ihre Einstellungen zu korrigieren – sie wusste oft nicht sicher, ob ihre Beurteilung richtig war. Diese Unsicherheit führte zu spürbarer Anspannung: Bereits der Gedanke an eine anstehende Echokardiografie löste bei ihr Nervosität und Angst aus.
Heute ist der Umgang mit dem Ultraschallgerät für Merin mit Neugier statt mit Sorge verbunden. Sie geht mit dem Wunsch an jeden Patienten heran, die Pathologie zu erkennen, und beschreibt ein deutlich gestiegenes Selbstbewusstsein und Sicherheitsgefühl im Umgang mit dem Gerät. Den Unterschied zwischen ihrem Stand vor und nach dem Training bringt sie selbst auf den Punkt: Es fühle sich an, als seien es „zwei komplett unterschiedliche Menschen".